Florenz – die Stadt der Kunst, der Geschichte und der Kultur. Aber Florenz ist nicht nur ein Ziel für sich, es ist auch das Tor zu einer der faszinierendsten Regionen Italiens: der Toskana. Wer Florenz besucht, sollte sich die Zeit nehmen, auch die umliegende Landschaft zu erkunden, die mit ihren sanften Hügeln, malerischen Dörfern und weltberühmten Weingütern ein wahres Paradies für Entdecker ist. Im August 2025 habe ich die Gelegenheit, beides zu kombinieren – die Kunst und Geschichte von Florenz sowie die natürliche Schönheit und den Charme der toskanischen Landschaft. Ich wollte meinen perfekten Reiseplan für eine Spätsommerreise nach Florenz und in die Toskana mit Ihnen teilen.
Tag 1: Ankunft in Florenz und ein erster Spaziergang durch die Stadt
Ich lande am Flughafen Florenz und mache mich sofort auf den Weg in die Innenstadt. Der August in Florenz kann heiß sein, mit Temperaturen, die leicht über 30°C steigen, daher nehme ich mir gleich zu Beginn eine kühle Pause in einem der vielen Cafés, die Florenz zu bieten hat. Eine kleine Tasse italienischen Espresso in der Hand, genieße ich den Blick auf die Piazza del Duomo und die prächtige Kathedrale Santa Maria del Fiore. Es ist der perfekte Start für meine Reise, da die monumentalen Gebäude und engen Gassen Florenz einen ganz besonderen Charme verleihen.
Den ersten Tag nutze ich, um das historische Zentrum von Florenz zu erkunden. Die Uffizien, die wohl bekannteste Kunstgalerie der Welt, darf nicht fehlen. Ich plane mindestens zwei Stunden für den Besuch ein, um die Werke von Botticelli, Michelangelo, Leonardo da Vinci und vielen anderen Meistern der Renaissance in Ruhe zu genießen. Danach lasse ich mich durch die Gassen treiben, besuche die Ponte Vecchio und genieße das Panorama von der Piazza Michelangelo. Der Sonnenuntergang hier ist absolut unvergesslich.

Tag 2: Florenz – Vom Palazzo Pitti zum Boboli-Garten
Am zweiten Tag in Florenz widme ich mich einer etwas ruhigeren, aber nicht weniger faszinierenden Seite der Stadt. Der Palazzo Pitti, einst Residenz der Medici, ist ein großartiges Beispiel für Florentiner Architektur und bietet nicht nur ein beeindruckendes Museum, sondern auch einen wunderschönen Garten – den Boboli-Garten. Bei Temperaturen von über 30 Grad im August bin ich froh, mich in den schattigen Bereichen des Gartens aufhalten zu können. Der Garten ist ein wahres Meisterwerk der Landschaftsgestaltung, mit Brunnen, Statuen und einem herrlichen Blick auf die Stadt.
Nach einem entspannten Vormittag im Palazzo Pitti und den Gärten nehme ich mir Zeit, um die florentinische Küche zu genießen. Ein typisches Mittagessen besteht aus einer bistecca alla fiorentina, dem berühmten florentinischen Steak, das perfekt gegrillt und saftig serviert wird. In einem der vielen traditionellen Restaurants in der Stadt lasse ich es mir gut gehen und genieße das kulinarische Erbe dieser Region.
Tag 3: Tagesausflug in die Chianti-Region
Der dritte Tag meiner Reise führt mich aus der Stadt und hinein in die berühmte Weinregion Chianti, die für ihre malerischen Hügel und weltberühmten Weine bekannt ist. Vom Zentrum Florenz’ aus ist die Region schnell zu erreichen – etwa eine Stunde mit dem Auto. Chianti ist im August besonders reizvoll, wenn die Weinreben in voller Pracht stehen und die Weinernte kurz bevorsteht.
Ich beginne meinen Ausflug mit einem Besuch eines lokalen Weingutes. Bei einer Führung durch die Weinkellerei erfahre ich alles über die Produktion des Chianti-Weins, von der Traubenernte bis hin zur Abfüllung. Natürlich darf auch eine Weinverkostung nicht fehlen. Der Chianti Classico, der hier produziert wird, ist für seine ausgewogenen Aromen bekannt und passt perfekt zu den lokalen Käsesorten und Wurstwaren, die man mir während der Verkostung anbietet.
Nach der Weintour genieße ich ein Mittagessen in einem kleinen Dorf in der Chianti-Region. In einem traditionellen toskanischen Restaurant lasse ich mich mit Gerichten verwöhnen, die mit Zutaten aus der Region zubereitet werden – frisches Gemüse, Olivenöl und natürlich Pasta.
Am Nachmittag mache ich einen Spaziergang durch die sanften Hügel und besuche einige der idyllischen Dörfer der Region, wie Greve in Chianti und Castellina. Diese Orte haben einen besonderen Charme – die mittelalterlichen Gassen, die kleinen Plazas und die Gastfreundschaft der Bewohner lassen mich die Zeit fast vergessen.
Tag 4: Volterra und San Gimignano – Zwei mittelalterliche Schätze
Am vierten Tag meiner Reise fahre ich in die charmante Stadt Volterra, die etwa eine Stunde südwestlich von Florenz liegt. Volterra ist ein mittelalterliches Juwel, das oft weniger überlaufen ist als andere Städte in der Toskana, was es zu einem idealen Ziel für einen entspannten Besuch macht. Die Stadtmauern, die aus etruskischer Zeit stammen, sind noch immer gut erhalten, und der Blick von der Stadt auf die umliegende Landschaft ist einfach atemberaubend.
Ich besuche das römische Theater und das etruskische Museum, bevor ich mich in einem der typischen Restaurants mit einem Teller pappa al pomodoro, einem Gericht aus Tomaten und Brot, sättige.
Nach Volterra fahre ich weiter nach San Gimignano, das nur etwa 30 Minuten entfernt liegt. Diese kleine Stadt ist berühmt für ihre mittelalterlichen Türme, die die Skyline dominieren. San Gimignano ist oft als „Manhattan des Mittelalters“ bezeichnet, da die Türme einst den Wohlstand der reichen Familien der Stadt symbolisierten. Ich schlendere durch die engen Gassen, besuche die prächtige Collegiata di San Gimignano und genieße die Aussicht vom Torre Grossa, dem höchsten Turm der Stadt.
Tag 5: Siena – Eine der schönsten Städte der Toskana
Am letzten Tag meiner Reise steuere ich die beeindruckende Stadt Siena an, die ungefähr eine Stunde südlich von Florenz liegt. Siena ist nicht nur für ihre historische Bedeutung berühmt, sondern auch für ihre außergewöhnliche mittelalterliche Architektur und das lebendige Ambiente, das die Stadt durchzieht. Besonders faszinierend ist der berühmte Piazza del Campo, der wohl einer der schönsten Plätze Europas ist und jedes Jahr Millionen von Touristen anzieht. Im Zentrum des Platzes befindet sich das beeindruckende Palazzo Pubblico, das mit seinem Turm, dem Torre del Mangia, die Skyline der Stadt dominiert. Wenn man in Siena ist, ist ein Spaziergang über diesen Platz ein Muss – besonders im August, wenn die Stadt voller Leben und Vorfreude auf das historische Palio ist.
Das Palio di Siena ist ein traditionsreiches Pferderennen, das zweimal jährlich stattfindet und im August seinen Höhepunkt erreicht. Die Stadt wird während dieser Zeit in zwei Lager gespalten, da jeder der 17 Stadtbezirke, sogenannte Contrade, ihre eigenen Reiter und Pferde für das Rennen stellt. Die ganze Stadt verwandelt sich in ein einziges Fest, mit Paraden, festlich geschmückten Straßen und farbenfrohen Festen. Der Besuch von Siena im August ist besonders spannend, da die Vorbereitungen für das Rennen in vollem Gange sind. Die Spannung ist förmlich zu spüren, da die Einwohner in ihren traditionellen Kostümen und mit großem Eifer für ihre Contrade werben.
Ich verbringe den Tag damit, durch die engen, gepflasterten Gassen von Siena zu schlendern, die von charmanten Geschäften, Cafés und Boutiquen gesäumt sind. Es ist eine der schönsten Erfahrungen, sich einfach treiben zu lassen und immer wieder auf kleine, pittoreske Plätze zu stoßen, die von den imposanten Mauern der mittelalterlichen Gebäude umrahmt werden. Die Atmosphäre in Siena ist unverwechselbar – ruhig, aber gleichzeitig von einer spürbaren Aufregung geprägt, die mit der bevorstehenden Veranstaltung einhergeht.
Zum Mittagessen lasse ich mich in einem der traditionellen Restaurants nieder, wo ich ein letztes Gericht der toskanischen Küche genieße. Pici, eine dicke, handgemachte Nudelvariante, die meist mit einer reichen Tomatensauce und Pecorino-Käse serviert wird, ist ein absolutes Highlight. Der kräftige Geschmack und die herzhafte Zubereitung der Gerichte lassen mich Siena und die Toskana in all ihrer gastronomischen Pracht noch einmal in vollen Zügen genießen, bevor meine Reise zu Ende geht.

Die perfekte Reise in Florenz und die Toskana
Die Kombination aus den kulturellen Schätzen von Florenz und der atemberaubenden Landschaft der Toskana macht diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis, das sowohl den Geist als auch das Herz berührt. Im August präsentiert sich die Toskana in ihrer vollen Pracht. Die sanften Hügel sind in warmes, goldenes Licht getaucht, und die Weinreben stehen in voller Blüte – eine perfekte Kulisse für alle, die das authentische Italien erleben möchten. Die Sommersonne sorgt für eine besonders magische Atmosphäre, die die Farben der Städte und Dörfer noch intensiver erscheinen lässt. Die Region scheint förmlich zu erstrahlen, was jede Erkundungstour zu einem visuellen Genuss macht.
Florenz selbst ist ein wahres Paradies für Kunst- und Architekturbegeisterte. Die weltberühmten Museen und historischen Stätten wie die Uffizien, der Dom von Florenz und die Ponte Vecchio bieten einen tiefen Einblick in die Geschichte und Kultur der Renaissance. Doch auch die charmanten kleinen Gassen und Plätze der Stadt sind ein Genuss für sich. Jede Ecke scheint ein neues Kunstwerk zu präsentieren, sei es in Form von Skulpturen, Fresken oder einfach der Architektur der Gebäude.
Aber auch die toskanischen Dörfer, die ruhigen Weinberge und die mediterrane Landschaft tragen ihren Teil zu diesem Erlebnis bei. Die Region ist bekannt für ihre exzellenten Weine und kulinarischen Spezialitäten. Bei einem Besuch eines Weingutes kann man nicht nur die köstlichen Chianti-Weine probieren, sondern auch die landestypischen Gerichte genießen – von der bistecca alla fiorentina bis zu den regionalen Pastaspezialitäten wie pici oder cacciucco.
Ob man nun ein Kunstliebhaber ist, ein Weinliebhaber oder einfach die Schönheit Italiens entdecken möchte, Florenz und die Toskana bieten für jeden etwas. Diese Reise wird nicht nur zu einem kulturellen Erlebnis, sondern auch zu einem Fest für die Sinne.